Sehestedt und die Knusper-Häusschen

Bürgermeisterin Rita Koop liest Geschichten vor. Fotos: Sieg

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Sehestedt (tsi) – „Mit meiner Tochter Julia habe ich vor 30 Jahren auch schon teilgenommen”, stellt Bärbel Sell fest. Im Sehestedter Gemeinschaftsraum ist sie gerade dabei, ihrem drei Jahre alten Enkel Finn dabei zu helfen, ein Papphäuschen mit kunterbunten Süßigkeiten zu bekleben.

Dieser Brauch besteht in Sehestedt schon so lange, dass sich an seinen Ursprung keiner mehr erinnern kann. Bärbel Sell findet die Tradition wunderbar. Und über 30 Mädchen und Jungs ebenfalls. Mit Hingabe widmen sie sich der Verschönerung ihrer Bauwerke, die Kleineren meist mit Unterstützung von Mama oder Papa.

Jannes (5) ist fast fertig mit dem Hausbau.

Jannes (5) ist fast fertig mit dem Hausbau.

Katrin (11) hat den "Rohbau" mit väterlicher Hilfe erstellt.

Katrin (11) hat den „Rohbau“ mit väterlicher Hilfe erstellt.

Jannes (5) ist schon fast fertig und hat jetzt eine farbenfrohe Lebkuchenhütte mit Weingummifassade inklusive Schornstein aus zwei Dominosteinen vor sich. Die Rohbauten, ganz gleich ob aus Pappe oder Lebkuchen, sind zuvor in Heimarbeit entstanden. Meist sind sie Elternwerk. Katrin (11) verrät, dass auch ihr Pappgebäude aus ihres Vaters Hand stammt. Nun hat es ein funkelndes Edelsteindach, verziert mit Kringeln, Weingummis und Schokolinsen. Ein besonders stattliches Exemplar Marke Bauernhaus. Katrins Papa hat es im Doppelpack anfertigen müssen. Denn auch Töchterchen Eva (5) ist gerade voller Begeisterung dabei, sich als Fassadenkünstlerin zu betätigen. Mit dem Eiweiß-Zucker-Superkleber ist das alles kein Problem.

Ihn hat zuvor im Akkord Anja Pöhls angerührt. Sie ist es auch, die sämtliche Süßigkeiten eingekauft hat. „Ich mache das schon seit 25 Jahren”, erklärt sie fröhlich. Bürgermeisterin Rita Koop lässt sich diese Veranstaltung in der Vorweihnachtszeit ebenfalls nie entgehen. Bevor die Kinder loslegen, stimmt die Bürgermeisterin sie jedes Mal mit einer Geschichte ein. Tina Sieg

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