Wohlgefühl mit Livemucke: Hüttenfolk in der Schnackstuuv

Tolles Programm: Hüttenfolk in der Schnackstuuv. Foto: Sieg

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Hütten (AN) Gut, wieder hier zu sein – gleich zu Beginn schuf die Band Hüttenfolk am Sonnabend in der „Schnackstuuv” mit Hannes Wader den Draht zu ihrem Publikum und stellte außerdem klar, worum es ihr ging: Wohlgefühl mit Folkmusik – und zwar auf beiden Seiten. Das ließ bei dem Jahresauftakt-Konzert der sechs Musiker auch nicht lange auf sich warten – eine kleine Bonusfrist für die normale norddeutsche Winterreserviertheit mal nicht mitgerechnet. Wohl dem, der einen Platz reserviert hatte. Die Stühle waren bis auf den Letzten besetzt.

You Ain`t Goin` Nowhere, Blue Is Fallin – Bob Dylan,Tim O`Brien und andere Country-, Rock- und Blues-Größen von Fernwest sind beliebt bei den Besuchern, aber Hüttenfolk kann auch die Beatles und überrascht mit der speziellen Penny-Lane-Version der Band. Skandinavisches, irisches, schottisches und deutsches Liedgut zeigen die große Bandbreite des Ensembles, das ausschließlich in seiner Freizeit zusammen Musik macht und aus Neu Duvenstedt, Hummelfeld, Rendsburg, Husum, Jübek und Schuby stammt. Drei Frauen und drei Männer, die mit einer enormen Instrumentenvielfalt aufwarten. Bandsprachrohr Franz-Reinold Organista spielt Gitarre, Harp, Ukulele und Mundharmonika, Jürgen Struck lässt Dobro, Gitarre, Banjo und Mandoline hören, Neuzugang Wolfgang Meissner Bass, Bouzouki, Waldzither und Mandoline. Ebenso vielseitig sind die Damen aufgestellt. Claudia Sokollek, ebenfalls noch nicht so lange dabei, hat Tin- und Low Whistles, Banjo, Cello und Percussion zu bieten und besticht wie auch die anderen beiden mit ihrem Gesang. Überhaupt singen bis auf Meissner alle und ergänzen sich in den Stimmlagen.

Während es bis zur ersten Pause meist eher melancholisch zugeht und manchmal gefühlvoll bis zur Gänsehaut, zum Beispiel mit einem überzeugend ins Plattdeutsche übertragenen Lied von Hubert von Goisern (Du bist so wiet, wiet wech) – kommt anschließend irisches und schottisches Temperament ins Spiel. Und dann ist es eindeutig Zeit für Streicheleinheiten, die Organista singender Weise eindringlich einfordert und die die Band wiederum gleichzeitig mit dem Song von Peter Cornelius verteilt.

Dass sie nach der zweiten Pause nochmal voll aufdrehen, ist typisch für die Hüttenfolker. Lustig, lustig ihr lieben Brüder erklingt es und man freut sich schon auf die nächste Begegnung mit ihnen. Tina Sieg

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