Der Kult geht weiter: Die Currywurst wird mobil

Die Currywurst von Sehestedt. Fotos: Henze

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Sehestedt (AN) – Von der früheren „Wurst mit Panoramablick“ ist in Sehestedt nichts mehr übriggeblieben. Abrissbagger und Schutt-Lkw haben ganze Arbeit geleistet. Der Imbiss in der 1A-Lage am Nord-Ostsee-Kanal ist weg, die Terrassen ebenfalls und der von Imbiss-Wirt Holger Petersen sorgfältig gepflegte rotweiße „Leuchtturm“ auch. Bereits in Kürze sollen auf dem Gelände die Bauarbeiten für den neuen Markttreff beginnen (Aschberg News berichtete darüber: Link) und, so der Plan, im Herbst des Jahres abgeschlossen werden. Aber der Frühling naht und die „Currywurst“ ist weg. Wie geht´s weiter?

Imbiss-Wirt Holger Petersen (links) und Mitarbeiter Sebastian "Basti" Knispel.

Imbiss-Wirt Holger Petersen (links) und Mitarbeiter Sebastian „Basti“ Knispel.

Nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt vom ehemaligen Kanalimbiss hört man einen Akkuschrauber brummen und eine Handkreissäge kreischen. Hinter einem älteren Rotstein-Siedlungshäuschen sieht man schließlich bei eiskaltem Wetter zwei Männer an einem Schankwagen werkeln, der ganz offensichtlich einer gründlichen Überholung bedarf. Kanalimbiss-Wirt Holger Petersen (45) und seine, eigentlich immer in Chef-Nähe weilende, „Rechte Hand“ Sebastian „Basti“ Knispel (26) sind schwer mit der Renovierung des Schankwagens beschäftigt, haben dort aber noch eine zweite „Baustelle“, nämlich einen älteren Bauwagen, den -so erzählt Holger Petersen- Basti erst letzte Woche mit einem Traktor über eine ordentliche Entfernung ran transportiert habe. „Das, so Holger Petersen fröhlich, „wird der Lagerwagen.“ Und einen dritten Wagen soll es ebenfalls noch geben, einen Kühlanhänger, der im nächsten Sommer Würste, Bier, Matjes, Ketchup und was immer in einer Pommesbude sonst noch so gekühlt werden muss, aufnehmen soll.

Basti baut auch den neuen Lagerwagen aus.

Basti baut auch den neuen Lagerwagen aus.

Holger Petersen und Sebastian Knispel haben ehrgeizige Pläne. Bereits am 23. März soll die Pommes-Wagenburg auf der Grünfläche am Nord-Ostsee-Kanal, unterhalb des abgerissenen Imbiss, aufgestellt werden. Der exakte Ort wird zurzeit noch mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt als Grundeigentümer verhandelt, was allerdings immer ein wenig Zeit benötigt.

Aber, und das ist wichtig, die „rollende“ Imbiss-Wagenburg soll bis zur Fertigstellung des neuen Markttreffs traditionelle Imbiss-Versorgung für Dörfler, Spaziergänger und Radfahrer, Wohnmobilisten und Biker bieten, und das beinahe am alten Ort, vor allem aber bei nach wie vor bester Sicht auf die vorbeifahrenden Schiffe. „Bereits seit Dezember arbeiten wir an dieser Zwischenlösung,“ erzählt Basti, und dass sich alle –„auch unsere Service-Mädels“— auf die Eröffnung freuen würden.

„Wir müssen das Angebot zwar ein wenig verkleinern, aber keine Frage, die besonders beliebten Gerichte wie Currywurst, Bratwurst, Pommes, Hamburger und Matjes werden auch für die Übergangszeit bleiben,“ so Petersen.

Der Imbiss ist weg: Dort entsteht der neue Markttreff.

Der Imbiss ist weg: Dort entsteht der neue Markttreff.

Der Leuchtturm

Der Leuchtturm

Bereits im Herbst soll die Pommes-Wagenburg aber schon wieder Geschichte in Sehestedt sein. Dann wird Holger Petersen nämlich mit seinem Team in den neuen Markttreff einziehen. Dort wird nicht nur der traditionelle Imbiss neue und schönere Räume finden – die vor allem ganzjahrestauglich sind—, sondern zusätzlich auch einen kleinen Lebensmittelladen im Sinne des schleswig-holsteinischen Marktreffs-Projekt (Link) betreiben. Zusätzliche Parkplätze werden dann künftig auch die Anreise für die Gäste erleichtern. Egal ob sie zu Fuß, auf zwei oder vier-Rädern die neue „Wurst mit Panoramablick“ ansteuern. Und der Leuchtturm wird auch wieder aufgestellt. Den lässt Holger Petersen zurzeit völlig überarbeiten und neu lackieren. Damit auch der in neuem Glanz erstrahlen kann. Wolfgang Henze

 

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