Radrennen in Ascheffel: Dänen siegreich

Das Rennen geht dem Ziel entgegen. Fotos: Sieg

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Ascheffel/Brekendorf (AN) Askfelt – so nennen die Schüler der dänischen Schule und die kleinen Besucher des dänischen Kindergartens in Ascheffel das bergige Dorf. Am 19. März wurde Askfelt regelrecht von den Dänen erobert. Startete und endete dort doch zum 25. Mal das Amateursportradrennen „Rund um Ascheffel”. „Das größte seiner Art in ganz Deutschland”, sagt Organisator Manfred Bartsch von ausrichtenden Verein Athletico Büdelsdorf. 750 Radsportler aus ganz Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien gingen an den Start. Und die Dänen waren ganz besonders erfolgreich. Sie gewannen in sieben von zwölf Kategorien.

Es ist Mittagszeit, und Rüdiger Stobbe von Athletico verteilt jeweils zwei Brötchen und wärmenden Kaffee an die, die die sechs Grad und das eisige Lüftchen nicht im Sattel, sondern stehend an den für die Rennradfahrer nicht ganz ungefährlichen Punkten der 16,5 Kilomter langen Strecke verbringen. Über 100 ehrenamtliche Helfer und Sönke Hansen von der Polizeistation Damp sorgen heute dafür, dass wirklich alles rund läuft. Hansen harrt wie auch die Sanitäter André Buse und Michael Yachouv vom DRK Rendsburg an der Kreuzung der K 53 und der K 86 in Brekendorf aus. Beide Straßen sind hier heute gesperrt, und Hansen muss manchmal Autofahrer trotz der deutlichen Beschilderung auf diese Tatsache hinweisen. Insgesamt herrscht aber ein Klima der Akzeptanz.

Streckenposten Klaus Walther im Einsatz.

Streckenposten Claus Walther im Einsatz.

Bei Wolfskrug habe es vorhin einen Sturz gegeben, bekommt die AN-Reporterin zu hören. Glücklicherweise wohl nur eine Rippenprellung. Der Radsportler hat Glück gehabt. Streckenposten Claus Walther steht heute zum wohl zehnten Mal fast unmittelbar an der eben erwähnten Kreuzung in Brekendorf. Er weiß, warum: „Hier habe ich selber mal einen Sturz gedreht”, erinnert sich der erfahrene ältere Radsportler von Athletico. Das letzte Ende der K 53 ist total abschüssig und gleich anschließend müssen die Rennradfahrer scharf nach rechts auf die K 86 abbiegen. Keine einfache Sache, wenn man mit über 50 km/h den Berg hinunter geschossen kommt. Dass es heute zwar winterlich kühl aber staubtrocken ist, empfinden die Sportler als Geschenk. „Ideale Bedingungen”, kommentiert Walther. Dann muss er sein Gespräch mit der AN-Reporterin unterbrechen, um sein Fahnensignal zu schwenken: Das größte Feld, rund 100 Rennradfahrer der „Profi”-Amateure saust im Pulk den Berg runter. Sie reißen die 16,5 Kilometer sieben Mal und fahren 115,5 Kilometer. Gewinner wird nach zwei Stunden, 48 Minuten und 36 Sekunden Christian Moberg Jörgensen – ein Däne. Tina Sieg

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