New York – Brüssel – Sehestedt: Ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen

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Sehestedt (whe) – Am heutigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, dem 25. November 2017, setzt auch die Gemeinde Sehestedt ein Zeichen und lässt den KanalTreff ab 18 Uhr in orangem Licht erstrahlen.

„Mit der Farbe Orange sagen wir Nein zur Gewalt gegen Frauen“, erklären Bürgermeisterin Rita Koop, stellvertretende Bürgermeisterin Nadja Schwarz und Gemeindevertreterin Juliane Rumpf, die als Vertreterin der norddeutschen Zonta-Clubs diese Aktion initiierte, „denn die Ausübung von Gewalt ist eine grobe Verletzung der Menschenrechte.“

Frauen und Mädchen sind in aller Welt – auch in Deutschland – Opfer von Gewalt und leiden danach lange unter den körperlichen und seelischen Folgen. Etwa jede dritte Frau hat nach eine WHO (Weltgesundheitsorganisation)-Studie körperliche oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft, am Arbeitsplatz oder durch Freunde erlebt. Auch in Deutschland wird Gewalt oft im vertrauten Arbeits- oder familiären Umfeld ausgeübt.

Bei den rund 15.000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung im Jahr 2016 sind laut Bundeskriminalamt rund 93 Prozent der Opfer Frauen.

Initiativ (von links): Stv. Bürgermeisterin Nadja Schwarz, Bürgermeisterin Rita Koop und Gemeindevertreterin Juliane Rumpf, Zonta-Club Kiel. Fotos: Henze, pixabay

„Mit unserer Aktion wollen wir auf diese Problematik aufmerksam machen und die betroffenen Frauen und Mädchen ermutigen, ihre Rechte wahrzunehmen, Beratungsstellen aufzusuchen und Hilfe anzunehmen“, so Zonta-Vertreterin Juliane Rumpf. Viele der Opfer würden aus Scham oder Angst die erlebte Gewalt verschweigen.

Bürgermeisterin Rita Koop betont, dass sie die Beteiligung ihrer Gemeinde für überaus wichtig hält: „Gewalt gegen Frauen gibt es überall, und vermutlich wird auch unsere Gemeinde betroffen sein.“

Ihre Stellvertreterin Nadja Schwarz geht davon aus, dass viele Frauen insbesondere häusliche Gewalt verschweigen und keine Folgen daraus für sich ziehen, weil sie fürchten, im Ergebnis dann vor dem wirtschaftlichen Nichts zu stehen. Juliane Rumpf stellt fest, dass Gewalt am Arbeitsplatz oder in der Familie in allen gesellschaftlichen Schichten existieren würde.

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